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27. Juni 2016

Städtebauliches Konzept für Polizeidirektion fertiggestellt

Für die Wiederherstellung des historischen Trainhofes für die Liegenschaft Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord werden die zum Teil denkmalgeschützten Bestandsgebäude saniert, umgebaut und durch Neubauten ergänzt.
Wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes sind zwei flankierende Baukörper als nördlicher und ein Gebäude als südlicher Abschluss. Zwei Gebäude stellen jeweils die seitliche Abgrenzung dar und bilden zudem als annähernd baugleiche Objekte die Einfassung des Trainhof-Platzes.

Im November 2015 wurde die ARGE arc-hks, bestehend aus den Architekturbüros ARC Architekturkonzept und hks l architekten, mit den Generalplanungsleistungen für die Unterbringung der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord (PD Nord) und des Technischen Polizeiamtes (TPA) am Standort Sternstraße 12 in Magdeburg beauftragt.

Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2022 sind drei Bauabschnitte für die Gesamtliegenschaft mit einer Fläche von insgesamt 33.000 m² vorgesehen. Im ersten Bauabschnitt wird das jetzige Revier als denkmalgeschütztes Gebäude an der Hallischen Straße für das Technische Polizeiamt saniert und ein Neubau für die Polizeidirektion als repräsentativer Eingang auf die Liegenschaft an der Ecke Sternstraße/Am Buckauer Tor errichtet.

Ein Parkhaus mit Sporthalle wird bahnbegleitend im zweiten Bauabschnitt gebaut, und der Neubau der Polizeidirektion um weitere Bürogebäude erweitert. Weiterhin wird das denkmalgeschützte ehemalige Stallgebäude als Cafeteria für die Polizeidirektion und das technische Polizeiamt umgebaut.

Im dritten Bauabschnitt werden für das Revier zwei denkmalgeschützte Gebäude an der Straße ‚Am Buckauer Tor‘ saniert und um einen Neubau erweitert. Weiterhin erfolgt eine Sanierung des Gewahrsams- und des Lage- und Führungszentrums.

Der bestehende Standort Sternstraße der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen magdeburgischen Train-Batallion Nr. 4 – die Trainkaserne befand sich im Süden der Stadt zwischen Hasselbachplatz und Sudenburger Tor. Die Mehrzahl der historischen Gebäude wurde in den Jahren 1884 bis 1887 für die Trainkaserne errichtet und steht heute gemäß DSchG LSA unter Denkmalschutz. Die Nutzung als Kaserne begann 1887 als Trainkaserne mit Trainhof und Fußartillerie-Kaserne und endete 1918 mit Ende des Ersten Weltkrieges. Danach wurde das Gelände ab 1920 durch die Post als Depot genutzt. Ab 1933 diente ein Teil des Geländes als Polizeikaserne. In den Jahren 1938 bis 1942 wurden im Zuge des Zweiten Weltkrieges im Innenhof Bunkeranlagen mit Verbindungsgängen errichtet. Ab 1949 wurde die Liegenschaft durch die Volkspolizei der DDR genutzt. In den darauffolgenden Jahren wurden im Hofbereich diverse Garagen und ein Waschplatz errichtet. Zwischen 1949 und 1990 erfolgten zum Teil Umbau-/Erweiterungs- und Anbauten.

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