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Neubau Forschungsgebäude CIGL Justus-Liebig-Universität Gießen

3. März 2016

1. Preis Neubau Forschungsgebäude CIGL an der JLU Giessen

Neubau Forschungsgebäude CIGL (Center for Infection and Genomics of the Lung) für den Fachbereich Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Gießen zeichnet sich durch seine Hochschulen aus, denen Exzellenzforschungsinstitute angehören. 2018 wird die Justus-Liebig-Universität (JLU) und damit auch die Stadt Gießen durch ein neues Forschungsgebäude auf dem Seltersberg (Schubertstraße/Aulweg) bereichert, das Sitz des „Centers for Infection and Genomics of the Lung“ (CIGL) sein wird. Das Bauvorhaben der JLU wird im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens mit 23 Millionen Euro jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund finanziert.

Der Baukörper des neuen Forschungsgebäudes orientiert sich an dem ursprünglichen städtebaulichen Leitgedanken der Pavillons im Park und gliedert sich als freistehender Solitär in die bestehende Struktur ein. Durch die Eindrehung von 15° zu dem bestehenden Gebäudekomplex des ECCPS unterstreicht das CIGL einerseits seine Wirkung als Solitär und beeinträchtigt andererseits auch nicht die Außenwirkung des ECCPS (Exzellenzcluster Kardio-Pulmonales System).
Als zweigeschossiger, am Hang stehender Baukörper erzielt das CIGL auf beiden straßenseitigen Fassaden eine zweieinhalbgeschossige Wirkung, welche sich angenehm auf die Proportionen auswirkt und gut zu der umgebenden Bebauungsstruktur passt.

Architektonisch wird das CIGL seiner Funktion als Laborgebäude gerecht und stellt sich als klar strukturiertes, zurückhaltendes Gebäude dar. Äußerlich prägen 3 Einschnitte die Gebäudekubatur, welche die inneren Funktionen widerspiegeln: Haupteingang, Begegnungszone Laborbereich und Nebeneingang. Die Fenster sind als Bänder ausgebildet und können dadurch problemlos und flexibel sowohl die Anforderungen aus den Labor- als auch aus den Bürofunktionen aufnehmen.

Ein dunkler steinerner Sockel trennt das Technikgeschoss von den darüber liegenden Geschossen. Die Fassade wird durch ein vertikales Fugenbild geprägt und wickelt sich konsequent um das gesamte Gebäude.

Man betritt das Gebäude vom Vorplatz aus über einen großzügigen Haupteingang, welcher in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang des ECCPS liegt.

Im Gebäudeinneren zeigen sich die großen Vorteile einer Ringerschließung: kurze Wege, keine Stichflure (Sackgassen), effiziente Positionierung von notwendigen Treppenhäusern und gute Orientierung sprechen für sich. Windmühlenartig öffnen sich die Flurenden zu verglasten Begegnungszonen (teilweise mit Austritt) und Aufenthaltsräumen. Dadurch dringt viel Licht in das Gebäude und sorgt für natürlich belichtete Verkehrsflächen, trotz der effizienten Zweibund-Struktur. Die Westseite des Innenhofes ist frei von Funktionen und ermöglicht Ein- und Ausblicke, sowie eine zusätzliche natürliche Belichtung des Laborbereiches.

Quellen: Erläuterungsbericht zum Wettbewerb, www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/96449/

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